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Besuch des Forschungsreaktors FRM-2 in Graching

Nicht nur zur Erzeugung des Stroms

Anfang November machten Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klassen des RG und der FOB eine Lehrfahrt zum Forschungsreaktor FRM-2 der Technischen Universität München in Garching.

Die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) ist ein wissenschaftliches Zentralinstitut der Technischen Universität München auf dem Gelände des Forschungszentrums in Garching bei München. Der FRM II nahm im April 2005 seinen Nutzerbetrieb auf und liefert jährlich in vier Zyklen zu je 60 Tagen Neutronen für Wissenschaft, Industrie und Medizin. Betreiber der Quelle ist die Technische Universität München (TUM), finanziert wird sie vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

Der Industrie steht die Quelle zu ca. 30 % der nutzbaren Strahlzeit zur Verfügung. Das beinhaltet sowohl eine Industrie nahe Forschung, finanziert durch die Öffentliche Hand, Auftragsforschung, finanziert durch die Industrie, Dotierung von Silizium für die Halbleiterindustrie, Herstellung von Radioisotopen für Nuklearmedizin und Industrie, Elementaranalysen als auch Tumortherapie. 

Zentrales Ziel des Reaktorbetriebes ist die Bereitstellung eines hohen Neutronenflusses. Er dient nicht der Erzeugung von Strom. Mit 20 Megawatt thermischer Leistung erzeugt der FRM II nur etwa 0,6 % der thermischen Leistung, die ein herkömmliches Kernkraftwerk zur Stromerzeugung produziert. Er hat das weltweit beste Verhältnis von thermischer Leistung zu Neutronenfluss und gehört damit zu den effektivsten und modernsten Neutronenquellen der Welt.

Im zweiten Teil der Besichtigung wurde der Tandem-Van-de-Graaff Beschleuniger besichtigt. Es handelt sich dabei um einen Teilchenbeschleuniger.

Die Schüler und Schülerinnen wurden von den Professoren Elisabeth Noflatscher, Hannes Frick und Peter Kofler begleitet.